Freistellung

Arbeitsrecht -

Fragen & Antworten zur Freistellung

Wurde Ihr Arbeitsverhältnis gekündigt und Sie wurden von der Arbeit freigestellt? Lesen Sie Tipps und Informationen zur Freistellung.

Im Zusammenhang mit der Kündigung wird immer häufiger eine (sofortigen) Freistellung von der Arbeit angeordnet, vor allem bei Mitarbeitenden in leitenden Funktionen.

 

Das bedeutet: Gleichzeitig mit der Kündigung wird der Mitarbeiter vom Arbeitgeber für die Dauer der Kündigungsfrist von weitergehenden Arbeitsleistungen freigestellt. Die dabei am meisten gestellten Fragen lassen sich wie folgt beantworten, wobei auch hier die Devise gilt: alle Freistellungsmodalitäten unbedingt schriftlich festhalten (Freistellungserklärung - Freistellungsvereinbarung)!

 

Unsere kompetenten Juristen und Anwälte können Ihnen sofort weiterhelfen.

 

Schriftliche Rechtsauskunft:

 

Telefonische Rechtsauskunft: rufen Sie uns an 0900 000 911 (Fr. 3.80 / min. (Festnetz) (Link zur telefonischen Rechtsauskunft).

 

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Neue Stelle während der Freistellungsfrist: Anrechnung von neuem Verdienst oder neuem Lohn?

Hat der Arbeitgeber den Arbeitnehmer mit der Kündigung vorbehaltlos bis zum Vertragsende freigestellt (schriftliche Freistellungserklärung oder Freistellungsvereinbarung) kann diese Freistellung nicht mehr widerrufen werden. Findet der gekündigte Arbeitnehmer während der Kündigungsfrist eine neue Stelle ist er nicht verpflichtet, dies dem bisherigen Arbeitgeber zu melden.

Ist keine solche explizite Freistellungsvereinbarung vorhanden, muss der ehemalige Arbeitgeber informiert werden, wenn vor Ablauf der Kündigungsfrist eine neue Stelle angetreten wird. Der an der neuen Stelle erzielte Verdienst wird an die noch laufende Lohnzahlung des ehemaligen Arbeitgebers angerechnet. Sofern das neue Salär die bisherige Lohnhöhe nicht erreicht, muss der alte Arbeitgeber dem freigestellten Mitarbeiter bis zum Ablauf der Kündigungsfrist noch entsprechende Differenzzahlungen leisten.

Kompensation von Ferienguthaben und Überstunden während der Freistellungsfrist?

Die Gerichtspraxis lässt eine vollständige Abgeltung des Restferien- oder Überstundenguthabens mittels Freistellung nur zu, wenn die Freistellungsdauer den Restanspruch der Mitarbeitenden erheblich übersteigt. Damit soll sichergestellt werden, dass der freigestellte (entlassene) Mitarbeiter nebst dem effektiven Ferienabzug während der Freistellung genügend Zeit bleibt für die Stellensuche.

Beträgt die Freistellungsdauer z.B. drei Monate und hat der /die MitarbeiterIn noch einen Ferienanspruch von 15 Tagen, so dürfen sämtliche dieser Ferientage mittels Freistellung abgegolten werden. Eine vollständige Abgeltung dieser 15 Tage wäre jedoch bei einer Freistellungsdauer von nur einem Monat unzulässig.

Bei einer Freistellung wird eine Beratung durch eine Fachperson (Anwalt, Arbeitsgericht, Rechtsauskunftsstelle) empfohlen, insbesondere zur rechtlichen Überprüfung der Freistellungsvereinbarung / Freistellungserklärung.

Telefonische Rechtsauskunft

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