Werkvertrag Rechtsberatung

Werkvertrag Rechtsberatung - 

Fragen & Antworten

Wenn Bauwerke ausgeführt werden, steht ein juristischer Begriff absolut im Zentrum:

der Werkvertrag.

Was müssen Sie beachten?

Bei einem Werkvertrag verpflichtet sich ein Unternehmer eine Leistung bzw. ein Werk gegen eine festgelegte Bezahlung zu erbringen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein Bauunternehmer für einen Kunden ein Haus baut. Wie genau muss aber so ein Werkvertrag aussehen, was muss er alles beinhalten und was nicht? Und was für Rechte und Pflichten haben Unternehmer und Kunde?

Der Unternehmer hat dem Besteller nach Abschluss des Werkvertrages das Werk herzustellen, z.B. das Haus zu bauen.

Um den Vertrag zu erfüllen, muss der Unternehmer das Werk vertragsgemäss, u.a. auch rechtzeitig und mängelfrei abliefern. Der Besteller seinerseits hat dem Unternehmer den vereinbarten Werklohn zu bezahlen. Ausserdem hat er das Werk sofort auf dessen Beschaffenheit zu prüfen und etwaige Mängel unmittelbar nach Entdecken zu rügen, will er seine Gewährleistungsansprüche nicht verwirken.

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Nach der Ablieferung/ Abnahme des Werkes

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Achtung! Mängel, welche bereits bei der Abnahme offensichtlich erkennbar sind, resp. vom Besteller hätten erkannt werden müssen, können nicht mehr nachträglich gerügt werden. Jedes Bauobjekt muss daher bei der Abnahme sorgfältig (mit Protokoll) geprüft werden! Nach SIA-Norm 118 gilt ein Werk als genehmigt, wenn die Abnahme ausbleibt und der Besteller das Werk in Gebrauch nimmt sowie die Mängel nicht innerhalb eines Monats rügt.

Die Mängelrechte

Je nach Schwere des Mangels stehen dem Besteller nach Art. 368 OR verschiedene verschuldensunabhängige Gestaltungsrechte zur Verfügung.

Wandelungsrecht

Art. 386 Abs. 1 OR erlaubt dem Besteller bei einem erheblichen Mangel/einer Vertragsabweichung, welcher zur Unbrauchbarkeit führt, oder wenn die Annahme deswegen unzumutbar ist, diese durch einseitige Willenserklärung zu verweigern.

Minderungsrecht

Ist der Mangel/die Vertragsabweichung minder erheblich, eine Wandelung folglich nicht gerechtfertigt, kann der Besteller sein Minderungsrecht nach Art. 368 Abs. 2, 1. Teilsatz, OR ausüben (nur eingeschränkt möglich bei Vereinbarung der SIA-Norm 118). Er kann den Werklohn entsprechend dem Minderwert des Werkes kürzen. Die Herabsetzung des geschuldeten Werklohnes hat der Besteller mit einseitiger Willenserklärung vorzunehmen. Hat der Besteller bereits mehr geleistet, als er aufgrund der Minderung schuldet, kann er, nach Ausübung des Minderungsrechts, den zu viel geleisteten Betrag zurückfordern.

Nachbesserungsrecht

Liegt, wie oben beim Minderungsrecht beschrieben, ein minder erheblicher Mangel/ Vertragsabweichung vor, gibt Art. 368 Abs. 2, 2. Teilsatz, OR dem Besteller ein unentgeltliches Nachbesserungsrecht. Dieses ist ausgeschlossen, wenn es dem Unternehmer übermässige Kosten verursacht.

Die Spezialisten unserer Online Rechtsberatung können Ihnen Ihre Fragen im Zusammenhang mit dem Werkvertrag schnell und unkompliziert beantworten. Benützen Sie für Ihre Anfrage auch unser Frageformular oder die Telefonische Rechtsauskunft.

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